Orientierung bei Durchforstung

Durchforstung planen: Erlös, Kosten, Risiken und nächste Schritte

Erfolg durch die richtige Taktik

Sparringspartner für Wissen und Bauchgefühl

Fit für Entscheidungen im Wald

Eine Durchforstung ist selten nur eine Frage von Holzmenge und Erlös. Bestand, Ziel, Zeitpunkt, Rückung, Arbeitsweise, Bodenschutz, Kosten, Schäden am verbleibenden Bestand und die nächsten Jahre spielen zusammen. Waldrechner hilft Ihnen, erste Zahlen einzuordnen, typische Stolpersteine zu erkennen und den nächsten Schritt bewusster zu wählen.

Welche Fragen stellen sich vor einer Durchforstung?

Diese ersten Orientierungspunkte helfen, eine mögliche Durchforstung besser einzuordnen.

Welches Ziel hat die Maßnahme?

Stabilität, Zuwachs, Licht, Mischung, Entnahme, Erlös oder Vorbereitung für später? Das Ziel beeinflusst Stärke, Zeitpunkt und Arbeitsweise der Durchforstung.

Welche Holzmenge fällt ungefähr an?

Die zu entnehmende Holzmenge beeinflusst Aufwand, Kosten, Arbeitsweise, Rückung und wirtschaftliche Einordnung der Maßnahme erheblich.

Welche Erlöse und Kosten sind realistisch?

Holzerlös, Aufarbeitungskosten, Rückekosten, Organisation und mögliche Nacharbeit sollten gemeinsam betrachtet werden, nicht nur die erwarteten Einnahmen.

Welche Arbeitsweise passt zur Fläche?

Harvester, motormanuelle Arbeit oder Kombination hängen von Holzmenge, Fläche, Boden, Erschließung, Rückegassen und Bestandesschutz ab.

Wie erfolgt Rückung und Abfuhr?

Rückung, Abfuhr, Lagerplatz, Polter und Holzabfuhr können teurer sein als die Aufarbeitung selbst. Zufahrt, Bodenschutz und Zeitfenster spielen eine wichtige Rolle.

Welche Risiken bestehen für Boden und verbleibenden Bestand?

Schäden am verbleibenden Bestand, Bodenverdichtung, Rindenverletzungen und Stabilitätsverlust können langfristig teurer sein als der kurzfristige Nettoerlös.

Erlös, Kosten und Netto-Effekt

Holzerlös

Der mögliche Holzerlös hängt von Holzmenge, Sortiment, Qualität, Markt, Entfernung und Vermarktung ab. Eine erste Rechnung kann helfen, Größenordnungen zu verstehen, ersetzt aber keine konkrete Holzaufnahme oder Vermarktung.

Aufarbeitung und Rückung

Kosten entstehen nicht nur beim Fällen oder Aufarbeiten. Rückung, Abfuhr, Organisation, Anfahrt, Erschließung und mögliche Nacharbeit können den Netto-Effekt deutlich beeinflussen.

Folgewirkungen

Eine Durchforstung wirkt nicht nur im Jahr der Maßnahme. Stabilität, Licht, Zuwachs, Schäden, Bodenschutz und Folgemaßnahmen können langfristig wichtiger sein als der kurzfristige Nettoerlös.

Harvester, motormanuell oder Kombination?

Bei der Durchforstung stellt sich oft die Frage nach der passenden Arbeitsweise. Harvester, motormanuelle Arbeit oder Kombination hängen von Holzmenge, Fläche, Erschließung, Rückegassen, Boden, Bestand und Ziel der Maßnahme ab. Die richtige Taktik ist wichtiger als Ideologie.

Kostenblöcke bei Durchforstung

Der reine Holzerlös ist nur ein Teil der Entscheidung.

Holzaufnahme und Planung

Bestandesaufnahme, Holzmenge, Sortimente, Auszeichnung und Planung erfordern Zeit und teilweise externe Unterstützung.

Aufarbeitung / Fällung

Kosten für Fällung, Entastung, Ablängen und Aufarbeitung variieren stark je nach Arbeitsweise, Holzmenge und Sortiment.

Rückung und Abfuhr

Rückekosten, Polterung, Lagerplatz, Holzabfuhr und Entfernung können die Wirtschaftlichkeit der Maßnahme stark beeinflussen.

Wege, Zufahrt und Organisation

Erschließung, Zufahrt, Rückegassen, Anfahrt, Koordination und organisatorischer Aufwand können bei kleinen Maßnahmen überproportional wirken.

Schäden, Nacharbeit und Folgekosten

Schäden am verbleibenden Bestand, Bodenverdichtung, Reparatur von Fahrspuren und mögliche Folgemaßnahmen sollten mitgedacht werden.

Passende Rechner auf Waldrechner

Nutzen Sie diese Rechner und Seiten für eine erste Einschätzung:

Typische Stolpersteine bei Durchforstung

Unterschätzt werden geringe Holzmenge, ungünstige Sortimente, Rückekosten, schlechte Zufahrt, nasse Böden, fehlende Rückegassen, Schäden am verbleibenden Bestand, falsches Zeitfenster, unklare Ziele, organisatorischer Aufwand und die Frage, ob die Maßnahme zur langfristigen Waldentwicklung passt.

Die Grenze der Rechnung

Rechner können helfen, Holzmenge, Erlös, Aufarbeitungskosten und Rückekosten besser einzuordnen. Sie ersetzen aber keine Prüfung des konkreten Falls. Besonders wenn Bestand, Ziel, Eingriffsstärke, Holzqualität, Rückegassen, Boden, Arbeitsweise, Dienstleisterwahl, Holzvermarktung oder Folgeschäden zusammenkommen, sollten mehrere Faktoren gemeinsam betrachtet werden.

Durchforstung taktisch ordnen

Wenn aus ersten Zahlen eine echte Maßnahme wird, hilft ForestHub dabei, den konkreten Fall zu ordnen: Fläche, Bestand, Ziel, Holzmenge, Kosten, Arbeitsweise, offene Punkte, Risiken und nächste sinnvolle Schritte.

Keine Registrierung erforderlich · Wenige Minuten · Kostenlos

Weitere relevante Themen